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Unter einer Rüstung versteht man jede Ausstattung
unterschiedlichen Materials - jedoch generell aus Metall -, die zum Schutz
des Körpers in Kampfsituationen eingesetzt wird.
Ägypter
im Altertum benutzten einen breiten Gürtel, der von den Achseln bis
zu den Knien reichte, um den Körper zu schützen. Um 1400 vor
Christus entwickelten die Syrier ein Hemd, das mit bronzenen Schalen verstärkt
wurde, die auf einem Stück Stoff genäht oder in beweglichen Reihen
zusammengebunden wurden.
Die
griechische Rüstung war eine Umhüllung aus verstärktem Steppmaterial
mit weiten Schulterflügeln. Gehämmerte Bronzeplatten schützten
Brust- und Rückenpartien, und bronzene Schienbeinhüllen schützten
die Unterschenkel.. Ein rundes Schild aus Ochsenhaut sowie ein Helm, der
den gesamten Kopf umschloss, vervollständigten die Rüstung.
Römische
Soldaten modifizierten die griechische Rüstung und entwarfen drei
Grundversionen: eine aus Bronzeschalen auf festem Leder, eine bestehend
aus waagerecht überlappenden Eisenplatten und eine dritte aus Ketten
mit Ringen aus Eisen. Sie trugen ein großes rechteckiges Schild und
schützten ihren Kopf mit Helmen aus Bronze oder Eisen.
Im
11. Jahrhundert nach Christus trug der Ritter eine Rüstung bestehend
aus einem oberschenkellangen Kettenhemd mit ellbogenlangen Ärmeln
und einem kegelförmigen Helm mit Nasenschutz.
Identifizierungssymbole
wurden auf dem Schild angebracht, nachdem die Ritter begannen, Helme mit
gesichtsschützenden Visieren zu tragen. Dies wurde zum Ursprung der
Wappenkunde. Kreuzritter trugen einen ärmellosen Überwurf über
ihren Kettenhemden; diese Überwürfe waren mit Heraldikemblemen
verziert und man nannte sie "Wappen".
Im 14. Jahrhundert wurde dieser Überwurf mit kleinen Metallplatten auf der Innenseite verstärkt. Man trug ihn mit der linken Seite über der rechten Seite geschlossen, da die Krieger mit der linken, schildgeschützten Seite gegen ihre Feinde kämpften. (Aus diesem Grunde werden auch heute noch die Männerjacken von links nach rechts zugeknöpft).
Die
Vollmetallrüstung wurde im 15. Jahrhundert entwickelt.
Japanische
Samurai Krieger trugen eine "Wickelrüstung" mit Schulterflügeln
und einem Rock, ähnlich denen der alten Griechen. In Indien, Persien
und der Türkei bestand die Rüstung hauptsächlich aus Kettenhemden,
gelegentlich durch kleine rechteckige Metallplatten verstärkt. In
Mexico, bei den Azteken und anderen Indianerstämmen trug man Steppjacken,
die dermaßen erfolgreich gegen die Pfeilspitzen aus Feuerstein waren,
daß die spanischen Eroberer sie für ihren eigenen Gebrauch übernahmen.
Während
des Ersten Weltkrieges (1914-1918) führte die Deutsche Armee Stahlhelme
zum Schutz gegen Schrapnelle ein. Flakschutzjacken und Stahlhelme werden
auch heute noch in der Kriegsführung verwendet.
Eine "Rüstung" in Form von visiergeschützten Helmen, kugelsicheren Westen und Schutzschilden ist unverzichtbar für die Arbeit einiger Spezialeinheiten der Polizei.
Hinweise:
Der obige Text ist meine Übersetzung des englischen Originaltextes.
Sollte ich irgendwelche Fachbegriffe nicht korrekt wiedergegeben haben,
bitte ich um eine entsprechende Nachricht mit den Angaben zu den richtigen
Fachbegriffen. Email bitte an mich
schicken.
Bilderquellen:
Die Helmtrennlinie habe ich selber gestaltet.
Sämtliche Kostümlithografien sind von "The
History of Costume" von Braun & Schneider ca. 1861-1880.
Der Samurai ist von "Origins
of the Samurai" von David Lay und wurde von mir mit einem transparenten
Hintergrund versehen.
Den deutschen Soldaten habe ich auf irgendeiner Sammlerseite für
Militäruniformen entdeckt.
Copyright 1999 für die deutsche Übersetzung by Brigitte Petsch.
Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit meiner schriftlichen Erlaubnis.